Die News dieser Woche zeigen verschiedene spannenden Anwendungen von Virtual Reality: Eine VR-Lösung verbessert in Alternsheimen die Lebensqualität von Senioren, eine andere senkt das Stresslevel und ein drittes aktuelles Projekt bringt Studierenden die Grundlagen laborpraktischer Arbeit bei.
Virtual Reality im Altersheim
Rendever und Lenovo haben eine gemeinsame Virtual-Reality-Lösung entwickelt, die in Seniorenwohnheimen die Lebensqualität durch positive Erlebnisse verbessert. «Es war unglaublich zu sehen, wie unsere Patienten miteinander interagieren und virtuell Teile der Welt erkunden, die sie noch nie zuvor gesehen haben, und wie sich dies positiv auf ihr Wohlbefinden auswirkt. Zum Beispiel haben wir beobachtet, wie ängstliche Patienten mit Zittern während einer VR-Sitzung ruhig wurden», sagte Kelly Tate, VP of Community Relations bei Carolina Caring.
VR-Game zur Stressbewältigung
DeepWell Digital Therapeutics hat «Zengence», ein VR-Actionspiel zur Verbesserung der psychischen Gesundheit, für Meta Quest 2 und Quest 3 veröffentlicht. Das Spiel verwendet kontrolliertes Atmen als Energiequelle zum Enthüllen von Feinden, Ausweichen von Angriffen und Aufladen von Waffen. Durch dieses gamifizierte Atemtraining soll das Stresslevel der Nutzer:innen reduziert werden.
Bringt Apple eine günstige Vision Pro Variante?
Apple hat die Vision Pro Anfang Februar dieses Jahres auf den Markt gebracht. Mit einem Preis von 3499 $ war das Gerät für viele unerschwinglich, besonders im Vergleich zu anderen Marken wie Meta, das sein aktuelles VR-Headset Quest 3 für 499 $ anbietet. Nun ist durchgesichert, dass Apple an einer günstigeren Version der Vision Pro arbeitet, welches im nächsten Jahr auf den Markt kommen soll.
Virtuelles Chemie-Labor
An der Universität Paderborn lernen Studierende im «VirtuChemLab» mithilfe von VR-Brillen und Controllern die Grundlagen laborpraktischer Arbeit. Das virtuelle Chemielabor ermöglicht orts- und zeitunabhängige Experimente mit realitätsnahen Interaktionen. Studierende können im Multiplayer-Modus gemeinsam arbeiten und von Lehrenden unterstützt werden. Zukünftige Erweiterungen sollen noch mehr Interaktivität und Anpassungsmöglichkeiten bieten.
Neues Eyetracking-Modul für Quest 2 und 3
Das New Yorker Startup Inseye entwickelt ein Eyetracking-Modul für die VR-Headsets Quest 3 und 2. Das Modul wird an den Linsen befestigt und über USB-C und die Kopfhörerbuchse verbunden. Es nutzt IR-Emitter und Fotosensoren zur Bestimmung der Pupillenposition. Der Unterschied zu herkömmlichen Eye-Tracking-Systemen ist der geringere Stromverbrauch sowie die Latenzzeit von weniger als einer Millisekunde. Damit lassen sich die günstigen VR-Brillen relativ einfach für Marktforschungs- oder Trainingsanwendungen mit Eye-Tracking aufrüsten.